Bei den Raupen handelt es sich um gesundheitsschädliche Schädlinge: Ihre feinen Brennhaare können bei Menschen und Tieren allergische Reaktionen der Haut und Atemwege auslösen, begleitet von Symptomen wie Schwindel, Fieber und Müdigkeit.
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Aufgrund der erneut milden Witterung wird erwartet, dass sich der Eichenprozessionsspinner auch im Jahr 2026 wieder ausbreitet. Je nach Wetterlage treten die Raupen ab Anfang Mai bis etwa Juli auf und sind überwiegend an Eichen anzutreffen.
Bei festgestelltem Befall an öffentlichen Bäumen werden zunächst Warnschilder im betroffenen Bereich aufgestellt. In sensiblen Bereichen wie Schulen, Schulwegen oder Kindertagesstätten wird zusätzlich die fachgerechte Entfernung der Raupen (z. B. durch Absaugen) durch spezialisierte Unternehmen veranlasst. Diese Maßnahmen erfolgen in der Regel erst, wenn die Nester mit den Brennhaaren deutlich ausgebildet sind.
Um frühzeitig gegenzusteuern, plant die Samtgemeinde Rehden auch im Jahr 2026 erneut den gezielten Einsatz eines biologisch abbaubaren Biozids. Die Ausbringung erfolgt durch ein spezialisiertes Fachunternehmen. Das verwendete Mittel „Foray ES“ basiert auf einem natürlichen Bodenbakterium. Durch seine selektive Wirkung ist es besonders nützlingsschonend. Es stellt somit keine Gefahr für Bienen dar und ist für Menschen sowie andere Wirbeltiere unbedenklich.
Der vorbeugende Einsatz von Bioziden erfolgt aus naturschutzfachlichen Gründen nur eingeschränkt und daher ausschließlich
- zielgerichtet,
- standortbezogen sowie
- unter sorgfältiger Abwägung zwischen Gesundheits- und Naturschutzbelangen.
Nach vorherigem Monitoring wird die Ausbringung des Mittels gezielt auf besonders betroffene öffentliche Bereiche konzentriert, insbesondere:
- Kindertagesstätte, Dorfstraße
Hemsloh
- Kindertagesstätte, Dorfstraße
Rehden
- Schulstraße
- Parkanlage Schützen-/Marktplatz (Bewegungspark)
Wetschen
- Schule
- Dückenort (Bereich Neubaugebiet)
- Geh- und Radweg (Gartenstraße – Hoher Weg)
Der Beginn der Maßnahmen ist – abhängig von den Witterungsbedingungen (windstill und trocken) – voraussichtlich ab Mitte Mai 2026 geplant. Die Arbeiten finden in den folgenden drei Wochen überwiegend in den Abendstunden – ggf. auch am Wochenende - mithilfe fahrzeug- oder handgeführter Pumpsprühgeräte statt.
Während der Durchführung kann es kurzfristig zu Beeinträchtigungen durch Absperrungen oder Arbeitsgeräusche kommen. Zudem sind beim Besprühen der Straßenbäume Verschmutzungen an parkenden Fahrzeugen möglich. Die Samtgemeinde bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, betroffene Bereiche sowie den Parkraum unter Eichen während des Behandlungszeitraums freizuhalten.

